Hier entsteht eine Informationsseite über das obere Erzgebirge mit all seinen Traditionen und den Menschen, die dort ihre wirkliche Heimat haben.


Appell an alle
heimattreuen Erzgebirgler
Ihr Deitschen itze nammt eich z´samm on tut eich endlich besinne! Feind sei
überol, doch der ärgste Feind daar sitzt in Harzen drinne. De Zwietracht hot
sich eigenist. Wos kann Feind wär gelonge, es deitsche Volk hot sich selber
zezaust, der Bruderzwist hot´s bezwonge.
En deitschen Glaubn, de deitsche Trei, de Zwietracht hot alles zerrissen. Wos
onnern Vätern heilig war, dos traaten se itze mit Füßen. Sie wolln ons zwinge in
Sklaverei, on´s werd aah noch gelinge, wenn mir net in der letzten Stond de
Zwietracht niederringe.
Gieht eich denn noch kaa Lichtel auf, es is ja zen schreie, daar Zank on Hader
ontern deitschen Volk! Schließt z´samm die ganzen Parteie! Itze müß mer alle
aanig sei, denn es gieht üm de heiligsten Güter, es gieht üme letzten Hop on Gut
in tiefsten Abgrond nieder.
Es gieht üm alles wos mir habn, onnere Kinner müßten`s büßen, wenn mir net in
der letzten Stond als Brüder ons begrüßen. Nammt z`samm de allerletzte Kraft,
loßt itze ons net wanken, reicht eich doch wieder de Bruderhand, eire Kinner
waarn`s eich danken.
Die, die när immer in Wort on Schrift eich Haß on Zwietracht spenden, dos sei
onnre allerärgsten Feind, gegn die müssen mir ons wenden. Besinnt eich, trebbt
de Zwietracht naus, es komme noch arnste Stonden. Wenn`s deitsche Volk werd
aanig sei, is der ärgste Feind überwonden!
Anton Günther